Diese Übung darfst du
nicht mit deinem Welpen üben. Sprungübungen sind
erst für Hunde ab dem ersten Lebensjahr geeignet. Auch
ältere Hunde und Hunde mit Hüft- und/oder Rückenproblemen,
soltest du nicht zum Springen verleiten.
Bevor du mit dem Training beginnst, suchst
du dir dazu einen geeigneten Ort aus. Am besten ist eine Wiese
mit Zaun z.B. ein Fussballplatz.
Falls du vor deinem Haus eine Wiese hast,
kannst du auch einen Tisch umkippen und die Tischplatte als
Absperrung verwenden.
Bitte eine/n Freund/in, dir als Hilfsperson
zu assistieren. Zieht nicht die besten Kleider an, denn die
werden beim Sprung üben mit ziemlicher Sicherheit schmutzig.
Und so geht's. Du stellst dich neben den Zaun
und gehst in die Hocke. Deinen Arm streckst du so weit hinaus,
dass deine Hand den Zaun berührt. Halt deinen Arm am
Anfang nicht zu hoch, ca. 30 cm über den Boden, sonst
springt dein Hund nicht darüber, sondern geht unten durch.
Je nach Hund musst du die Sprunghöhe seiner Grösse
anpassen, bis du den Arm gerade ausstrecken kannst.
Die Hilfsperson setzt deinen Hund einen Meter vor deinen Arm
hin, so dass du deinen Hund mit der anderen Hand am Halsband
festhalten kannst. Sie geht um dich herum und lockt den Hund
mit Futter oder Spielzeug über deinen Arm. Wenn das für
deinen Hund der erste Sprung-Versuch ist, hat er deinen Arm
bestimmt gerammt oder ist darüber gelaufen. Kein Problem:
Es ist bereits ein Erfolg, dass er über den Arm geht.
Wiederhole diese Übung und schau, ob
dein vierbeiniger Freund mit der Zeit springt. Falls das nicht
klappt, probiere, deinen Hund zwei oder drei Meter vor dich
hinzusetzen, sofern er das Kommando warten kennt. Wenn nicht,
nimm eine zweite Hilfsperson dazu, die den Hund für dich
am Halsband festhält. Wiederholt jetzt die Übung.
Achte darauf, dass der Hund nicht um dich herum rennt, um
an die Belohnung zu kommen. Falls er das versucht, strecke
deinen zweiten Arm im rechten Winkel nach vorne, damit es
eine Gasse gibt. Wenn er nun ebenfalls ausweichen möchte,
muss er springen. Nach ein paar Versuchen wird dein Hund jetzt
über deinen Arm springen. Da Sprünge Hunde schnell
ermüdet, reicht dies für heute und du solltest nun
eine Pause machen.
Zweimal schlafen und weiter geht es. Versuche
jetzt deinen Hund ohne Hilfsperson über deinen Arm zu
locken, indem du sein Lieblingsspielzeug oder Futter neben
den Zaun legst. Dein Hund soll sehen, wo du das Futter hinlegst.
Jetzt gehst du ein paar Schritte vom Futter weg und gehst
in die Hocke, so dass du mit deinem Rücken in Richtung
Futter stehst. Dann wiederholst du die Übung vom Vortag.
Wenn dein Hund das Futter mit seinem Blick
fixiert hat, lässt du ihn los und sagst HOPP.
Falls dein Hund über deinen Arm gesprungen ist und sich
das Futter holt, lobe ihn.
Zur Abwechslung kannst du ihn nach dem Sprung sofort wieder
mit Futter über deinen Arm zurück locken. So lernt
er von vorne und von hinten über deinen Arm zu springen.
Wechsle auch die Arme ab: Lass ihn einmal über deinen
rechten Arm und das andere mal über deinen linken Arm
springen.
Mein Hund Sina kennt das Kommando WARTEN sehr
gut. Ich kann sie neben den Zaun setzen und sie wartet dort,
bis ich sie rufe. So kann ich mich hinknien und das Spielzeug
nach vorne werfen - und sie springt über meinen Arm.
Sobald dein Hund ohne zu zögern über
deinen Arm springt, kannst du beginnen, ohne Einsatz des Zauns
zu üben. Beim ersten Versuch habe ich mir einen Besen
geschnappt. Dieser hilft dem Hund beim Springen über
meine Arme. Wenn das klappt, versuchst du, den Sprung über
den Arm ohne Hilfsmittel.
Dies funktioniert folgendermassen: Streck
beide Arme aus und lass deinen Hund im Kreis darüber
springen. Übe die Sprünge nur kurz, fünf bis
zehn Sprünge pro Training reichen. Bedenke, dass der
Hund seine Muskeln, die er fürs Springen braucht, zuerst
aufbauen muss. Wenn du ihn überforderst, kriegt er einen
Muskelkater. Du weisst ja selber, wie unangenehm dieser ist
...
Ich trainiere die Sprünge mit
Sina jeden zweiten Tag - so können sich die Muskeln langsam
aufbauen.
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